Schwedenkreuz

Mit der Besetzung der Insel Mainau durch die Schweden im Jahre 1649 verbindet sich die Legende über das so genannte „Schwedenkreuz“. Die Kreuzigungsgruppe soll ursprünglich bei der Schlosskirche gestanden haben und von den Schweden in den See geworfen worden sein. Sie soll dem Abtransport durch die Besatzer in einem Wagen mit zwei vorgespannten Pferden dadurch entgangen sein, dass das Kruzifix am Berg von Litzelstetten plötzlich so schwer wurde, dass nicht einmal zwölf Pferde es mehr bewegen konnten. Weiterhin heisst es, dass Bauern es dann wieder zurück an die heutige Stelle brachten. Über die Entstehung des Schwedenkreuzes gibt es zwei Theorien: Die erste besagt, dass es der Deutschorden-Komthurs Schenk von Stauffenberg zwischen 1569 und 1577 als Denkmal „zum Lob und zur Ehre unseres Heilands und Erlösers“ hat errichten lassen; laut mündlicher Überlieferung nach einer glücklich vollbrachten Seefahrt. Die zweite besagt, dass die Komturei zum Andenken und Dank für den Wiederbesitz einen Rotguss aus Überresten der Kanonen fertigen und neben dem Steg im See aufstellen liess. Es wurde zu einem bedeutenden Wallfahrtsziel.

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